Eine Frau mit Headset lächelt auf der Website eines Steuerberaters in Essen, eines Autohauses in Kiel und einer Zahnarztpraxis in Augsburg. Es ist dasselbe Foto, gekauft aus derselben Bilddatenbank. Die Frau arbeitet auf hunderten Websites gleichzeitig, und jeder Besucher hat sie schon irgendwo gesehen, ohne sich an sie zu erinnern.
Besucher übersehen, was sie kennen
Die Eyetracking-Studien der Nielsen Norman Group zeigen seit Jahren dasselbe Muster. Dekorative Stockbilder werden von Besuchern schlicht ignoriert, der Blick gleitet darüber hinweg wie über Werbung. Fotos von echten Menschen und echten Produkten werden dagegen genau betrachtet. Das Gehirn hat gelernt, Kulisse von Information zu unterscheiden, und es entscheidet in Bruchteilen einer Sekunde.
Ein echtes Foto ist ein Beweis
Die Werkstatt mit den abgegriffenen Werkbänken, das Team vor dem Firmenwagen, ein Bad vor und nach der Sanierung: Solche Bilder beantworten die stille Frage jedes Besuchers, ob es diesen Betrieb wirklich gibt und wer dort arbeitet. Ein Stockfoto kann vieles, nur das nicht. Es zeigt eine Branche, wie sie gern aussehen möchte, nicht einen Betrieb, wie er ist. Unschärfen und Alltagsspuren sind dabei kein Makel, sondern das eigentliche Argument.
Was ein Fototermin wirklich kostet
Ein halber Tag mit einer regionalen Fotografin kostet meist einen niedrigen vierstelligen Betrag, oft weniger. Heraus kommen dreißig bis fünfzig Bilder, die Jahre tragen, auf der Website, in Angeboten, in sozialen Profilen. Wer den Termin vorbereitet, mit einer Liste der Motive, einem aufgeräumten Empfang und vollzähliger Mannschaft, holt aus dem halben Tag ein Bildarchiv für die nächsten fünf Jahre heraus. Gerechnet auf die Nutzungsdauer ist das eine der günstigsten Investitionen im gesamten Auftritt, deutlich günstiger als die Anzeigen, die eine austauschbare Website teuer mit Besuchern versorgen.
Bilder, die doppelt arbeiten
Dieselben Fotos gehören auch ins Google-Unternehmensprofil, wo echte Betriebsaufnahmen messbar mehr Interaktion erzeugen als Symbolbilder. Und sauber mit Alt-Texten beschriftet werden sie für die Bildersuche und für Vorlesesoftware lesbar. Ein echtes Foto überzeugt also dreimal, auf der Website, in der Suche und im Profil. Das Lächeln aus der Datenbank schafft keines davon.